Herz Stücke 

Das rosa im grau | 27.05.2011

// EDIT: Ich hoffe das neue Layout gefällt. <3


Heute habe ich mich das erste Mal in meinen grauen Blazer gepackt und meine neuen Lieblingsschuhe angezogen. Ich dachte das wäre mal ein passender Anlass, da heute wohl DAS Ereignis des Semesters war – zumindest für meine Profs. Heute war nämlich sozusagen der “Verleger Tag” und einige Verlagsmenschen und Alumni waren zu Gast.
Viel brauche ich da jetzt eigentlich nicht zu erzählen, außer, dass es mir mal wieder wie immer gegangen ist…  Es stehen Leute da, erzählen von ihrem Leben und ihrem unglaublichen Werdegang (war ja klar, dass da nur so Überflieger berichten werden, wie die Branche so ist) und ja, ich sehe wieder diese hochmotivierten Menschen und frage mich, wieso ich nicht auch so bin. Und sie sagen ohne Praxis kommst du nicht weit. Zwar nicht mit diesen Worten, sondern schöner verpackt, damit man nicht gleich Panik bekommt, wenn man in meiner Lage ist. In der Lage in der man ist, wenn man direkt nach der Schule studiert und irgendwie halt nicht so mega die Praxiserfahrung haben kann.
Und wisst ihr, was ich dann als erstes gemacht habe, als ich wieder hier war? Ich habe die Mail bezüglich des Ferienjobs abgeschickt. Und ihr dürft mir jetzt ganz viel Glück wünschen, dass das Angebot noch steht und ich den Job bekomme.
Damit ich Praxiserfahrung sammeln kann, dann eine Stelle fürs Praxissemester bekomme und nach meinem Studium nicht arbeitslos bin, weil ich vorher keine Ausbildung gemacht habe und mein ganzes Studium über in keinem Verlag gearbeitet habe. Ja…

Ich saß da also und habe mir die Vorträge angehört, welche echt sehr interessant waren, und so langsam schleicht sich eine Vorstellung in meinen Kopf, ja vielleicht sogar schon ein Wunsch (?) in welche Richtung ich mal möchte. Was mir die Leute heute gezeigt haben ist, dass man im Grunde mit diesem Studium ALLES machen kann. Und das gibt mir Hoffnung, weil ich hier noch so oft das Gefühl habe alles und absolut nichts zu wissen. Von allem nur die Oberfläche zu kennen. Nur schonmal davon gehört zu haben. Und scheinbar ist es genau das, was das Gute daran ist!? So kam es jedenfalls heute rüber.

Und dann hat ein Mann erzählt, so ganz normal und ohen dieses “ich habs drauf und weiß das auch”-Getue und ich fands toll. Und er sagte er wollte schon immer mal ins Ausland und er wollte aber auch den Master machen, also dachte er sich einfach: dann mache ich doch einfach den Master im Ausland, ist nach Kanada und hat das halt mal gemacht. Und genau so möchte ich auch sein. Den Arsch hochkriegen und einfach machen, was man will! Doch dann ist da die Unsicherheit oder auch die Anstrengung, die hinter all dem liegt.
Und auch, wenn man es nicht richtig definieren kann, oder auch will… im Grunde ist es ja die Angst nicht gut genug zu sein. In einer Welt in der man sich ständig beweisen muss. Und die Gefahr besteht, dass man da einfach nicht mehr mitspielen will..

***

Und im nächsten Vortrag sagt eine der Almuni plötzlich:

// Was man nicht weiß,
kann man nicht in Worte fassen. //

Und ich denke nur so: Was du nicht sagst, genauso geht es mir im Moment fast ständig.
Keine Ahnung ich will nicht schon wieder zuviel philosophieren (das kommt vielleicht später noch), aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir das heute etwas gebracht hat. Sowie auch die Exkursionswoche mir etwas gebracht hat, weil ich sehen und hören konnte, wie es sein kann. Und ich zumindest schonmal weiß, was ich nicht will. In machen Dingen zumindest. Und das ist schonmal viel mehr, als gar nichts zu wissen.
Oder?



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